Dieser Rechner ist die praktische Seite des LONGVESTI-Modells — der Denkweise, die ich unter JBconvest für die zweite Lebenshälfte entwickelt habe. Statt Rendite gegen Schwankung abzuwägen, prüft er, wie gut eine Mischung sieben Aufgaben erfüllt, die ein Vermögen über ein langes Leben tragen müssen. Bewegen Sie die Regler oder testen Sie die beiden Beispielmischungen — und sehen Sie direkt im Backtest, wie sich das Prinzip seit 2009 geschlagen hätte.
LONGVESTIDEMO
Wealthspan · konkret investieren
Der Zielerreichungs-Rechner
Das LONGVESTI-Modell: sieben Aufgaben statt zwei Achsen. Kein Renditerechner. Sie geben nicht den Zins ein, sondern wie stark das Portfolio auf sieben Aufgaben setzt — und sehen, wie gut es das eine Ziel trifft: dass das Geld so lange reicht wie ein langes Leben.
Was das Vermögen leisten muss, verschiebt sich mit dem Alter leicht — etwas mehr laufendes Einkommen als Polster, der Wachstumsmotor bleibt an. 100 % hieße, die Mischung jedes Jahr exakt darauf nachzujustieren; eine feste Mischung erreicht typischerweise 85–90. Entscheidend ist deshalb der Vergleich zwischen Mischungen, nicht die Distanz zu 100.
Wie man das liest
Der Verlauf zeigt, wie gut die Mischung das Ziel in jedem Lebensjahr trifft. Das Ziel selbst wandert nur leicht — ein auf Ewigkeit gebautes, schwankungsarmes Portfolio braucht im Alter kein hartes Umsteuern, nur ein wachsendes Polster für Entnahmen. Der Knopf „Renten-Irrtum" zeigt: Wer Wachstum gegen reines Einkommen tauscht, sieht den Zielerreichungsgrad fallen, weil das Ziel den Ertragsmotor weiter verlangt. Das ist der Kern der Longvesti-Idee — Wealthspan, nicht Rente.
Vom Modell zum Portfolio — und wie es gelaufen wäre
Drei Schritte, automatisch aus dem Alter oben abgeleitet: 1. Die optimale statische Aufgaben-Mischung — die Gewichtung, die dem Gleitpfad von heute bis 100 am nächsten bleibt. 2. Die Übersetzung in konkrete Bausteine über beispielhafte Klassen-Profile, inklusive Absolute Return (Trendfolge). Mindestquote 5 % je Bucket (Beispielwert) — jede Rolle bleibt besetzt, auch wenn der Optimierer sie rechnerisch durch Nachbarn ersetzen könnte. 3. Die reale Wertentwicklung — monatlich rebalanciert, in Euro, Ausschüttungen eingerechnet. Drei Zeitfenster, weil nicht jeder Baustein gleich lange existiert; fehlende Buckets werden rollengerecht ersetzt und das steht jeweils dabei.
1 · Optimale Aufgaben-Mischung
2 · Abgeleitetes Portfolio
Die Mischung über die Jahrzehnte — wie wenig sich wirklich verschiebt
3 · Wertentwicklung (indexiert, 100 = Start) — vier Linien: Longvesti-Portfolio, 60/40, Renten-Irrtum (nur Einkommen, durch dieselbe Pipeline übersetzt) und 30/70 als typische Altersvorsorge-Mischung
Unterwasser-Kurve — wie tief und wie lange jede Variante im Minus hing
Kennzahlen: Longvesti-Portfolio, statische Mischung (durchgezogene dunkelblaue Linie)
Ehrliche Einordnung: Alle Modellparameter dieser Demo sind Beispielwerte — die echte Longvesti-Kalibrierung (Gleitpfad-Anker, Klassen-Profile, Gewichtungen) bleibt geschützt und liefert abweichende Mischungen. Die Marktdaten sind echt. Der Rückrechnungszeitraum ab 2009 ist eine der stärksten Aktienphasen der Geschichte — das schmeichelt aktienlastigen Vergleichen wie 60/40. Die eigentliche Aussage ist deshalb nicht der Renditeabstand, sondern: gleicher Zielort mit weniger als einem Drittel der Aktienabhängigkeit, flacheren Rückschlägen (Unterwasser-Kurve) und sechs Ertragsquellen statt im Kern einer. In einem verlorenen Aktienjahrzehnt wie 2000–2009 trägt diese Verteilung; 60/40 hängt dann fast vollständig an einer Quelle. Zudem: Rückrechnung mit der heutigen Kalibrierung — kein Beleg für künftige Ergebnisse und kein Test der Zielerreichungslogik, sondern die Antwort auf die Frage, wie sich diese Mischung verhalten hätte. Absolute Return läuft über die US-Reihe des DBMF (Proxy für den investierbaren UCITS-ETF LU2951555403, Xetra, TER 0,75 %), in EUR umgerechnet; Partners Group ebenso. Liquidität 3 % mit 0 % verzinst. Monatsdaten Yahoo Finance, adjustiert. Private-Markets-Bausteine (ELTIF) mit NAV-Monatsreihen der Fondsgesellschaften; deren Bewertung erfolgt gutachterlich, nicht am Markt — Schwankung und Rückgang fallen dort systematisch niedriger aus als bei börsennotierten Vehikeln.
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Die Denkweise dahinter — warum die klassische Rendite-Risiko-Frage für ein langes Leben zu klein ist — ordne ich ausführlich ein in Wealthspan statt Werterhalt. Mehr zum Gesamtkonzept: LONGVESTI.